Auf Schmugglerpfaden

4. April 2022

Bei tiefen Temperaturen, aber dafür mit Sonnenschein starteten wir am Montag in die neue Woche. Die Wege waren zum Teil noch verschneit und rutschig, was Sueño einiges an Kraft kostete. Wir kamen gut voran und fanden einen sonnigen, aber windigen Mittagsplatz mit schönster Aussicht aufs zentrale Toggenburg. Der Aufstieg nach Brunnen war “gäch”. Oben angekommen pfiff uns der Wind um die Ohren. Umso mehr freuten wir uns über die grosszügige und herzliche Art unserer Gastgeber in Brunnen.

Am nächsten Tag gingen wir auf ehemaligen Saumpfaden Richtung Tannen. Schmuggler sollen diese Pfade benutzt haben, um Waren vom Zürcher Oberland via Hulftegg, Mühlrüti, Schmitten, Tannen bis zum Bodensee zu transportieren.

Leider bemerkte ich nach kurzer Zeit, dass Sueño nicht klar ging. War es der Stein, welcher sich gestern im Huf verklemmte? War es die Kälte der letzten Tage, das ungewohnte Futter oder doch der steile Aufstieg von gestern, der ihm zu schaffen machte? Für mehr Gewissheit bat ich die Tierärztin an unseren Ankunftsort, denn von aussen war nichts zu erkennen. So kam unsere Pferde-Notfallapotheke zum Einsatz und Sueño bekam Schmerzmittel.

Die Sonne machte mal wieder Pause, aber wir kamen danach gut voran. In Albikon erwartete uns der nächste Bauernhof und ihre engagierten Besitzer. Der Tierarztcheck am Abend ergab keine genaue Diagnose, die ersten Blutwerte von Sueño waren alle ohne Befund. Da er gut frass und trank und auch sonst sich normal verhielt, entschieden wir uns dafür, Sueño die nächsten zwei Tage mit Schmerzmittel zu unterstützen und danach zwei Ruhetage in einem “sicheren Hafen” einzulegen.

Die Nacht im Heustock war etwas kühl - zum Glück kann man Pferdedecken auch für Menschen benutzen :-) Erkenntnis dieser Nacht: Ein Stall voll Legehennen macht mehr Lärm als die Melkmaschinen am Morgen :-)

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April, April…