Tobelweiher und das geteilte Schloss
15. April 2022
Schweren Herzens verabschieden wir uns am Karfreitag von Gündlikon und ziehen weiter. Zweimal gilt es die Autobahn zu unterqueren und auch eine Bahnunterführung liegt auf unserer Route. Aber Sueño und Tara sind sich schon so einiges gewohnt ;-)
Gegen Mittag kommen wir in ein Wäldchen. Der Weg führt steil bergab - unten liegt eigentlich ein idyllischer Weiher, an dem ich Mittagsrast machen möchte. “Franziska, bist du sicher, dass wir da runter kommen mit den Pferden???”, kommt die skeptische Frage von Zoli. Ich schau es mir kurz an - etwas beeindruckend ist es schon… Aber dann erinnere ich mich an die Wege im Engadin, welche ich mit Sueno geritten bin und meine: ” Ja, klar, das geht schon!” Und wie immer: wenn es drauf an kommt, ist auf Sueño Verlass! Ganz cooles Packpferd stemmt er sich gegen das Gewicht und kommt kontrolliert den Hang runter. Auch Tara schafft den Abstieg und die Kinder finden solche Sachen sowieso immer aufregend und lustig.
Unten angekommen geniessen wir die Pause. Wie immer machen die Kinder das Picknick bereit, während Zoli und ich die Pferde grasen lassen. Nach dem Essen machen die Kinder Wettrennen um den Weiher.
Am Nachmittag kommen wir am Schloss Kefikon vorbei. Einst gehörte die eine Hälfte des Schlosses zur Landgrafschaft Thurgau, die andere Hälfte zur Landgrafschaft Kyburg - die Grenze soll über die Herdplatte der Schlossküche verlaufen sein. Auch heute noch ist Kefikon geteilt - in Kefikon ZH und Kefikon TG.
Vom Schloss ist es nicht mehr weit bis Menzengrüt, unserem Nachtlager für diesen Tag. Einmal mehr werden wir herzlich empfangen und mit Gastfreundschaft verwöhnt. Dazu werden wir mit einem Apéro überrascht, welchen unsere Freunde mitbringen - nebst einigen Sommersachen, die sie dabei haben.
Die Aussicht ist beeindruckend, sowohl Mensch als auch Tier geniessen den fast schon sommerlichen Abend.